Der Dorfverein

 

Gründung des Dorfvereins

 

Als die Pläne für den Ausbau der Pinneberger Straße bekannt gegeben wurden, taten sich einige Bürger aus Renzel zusammen, um den längst fälligen Bau einer Kanalisation zu fordern. Die Gelegenheit war auch günstig, um Renzel mit Gas zu versorgen. Der Stadtvertreter Wilhelm Klepper, selbst aus dem Ort, unterstützte das Bürgerbegehren. Der Erfolg der gemeinsamen Arbeit veranlasste die beteiligten Renzler, ein "Dorffest" zu veranstalten.
Am 24.9.1983 trafen sich Jung und Alt auf dem Hof von Hinrich und Monika Seimer, um bei Fassbier, Musik und einer gegrillten Sau zu feiern. Die Beteiligung war so unerwartet hoch, dass eine Wiederholung spontan beschlossen wurde.
In den folgenden Jahren gab es dann auch auf den Höfen Warncke, Wilke, Christiansen und Hormann ein Dorffest. Es wurde auf Strohballen gesessen (und geraucht ) und ein "Häuschen mit Herz" gezimmert. Doch bald gab es versicherungs- und unfallrechtliche Fragen und der Ruf nach einer regulären Begegnungstätte wurde laut, denn Kinderfest, Laternelaufen, Erntefest, Osterfeuer und Tanz in den Mai waren dazugekommen. Bürgermeister Willner bemühte sich intensiv, eine Scheune, Diele oder Ähnliches anzumieten, leider ohne Erfolg. Dabei wurde auch klar, dass ein Verein für die Trägerschaft und zur ordentlichen Verwaltung der Finanzen dringend gegründet werden musste.
Nach einigen Vorgesprächen kam es am 20.7.1987 in der Wohnung des Richters Ramlow zur Gründung durch die Renzler Bürger : Hinrich und Monika Seimer, Karl-Heinz und Marlies Hormann, Hartwig und Helga Karstens, Reinhard und Hiltraut Keller, Dagmar Ramlow, Hans-Peter Kühl, Ulf Wilke, Birgitt und Rudolf Timm. Hinrich Seimer wurde der 1. Vorsitzende, Rudolf Timm 2.Vorsitzender, Marlis Hormann Kassenwart, Hartwig Karstens Schriftführer und Monika Seimer Beisitzerin.
Am 18.12.1987 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister. Die Zahl der Mitglieder wuchs ständig. Beiträge wurden zunächst nicht erhoben und die Bereitschaft zur tätigen Mitarbeit war groß. Ob es darum ging, eine Scheune für ein Fest aufzuräumen, ein Fußballspiel für die Kinder zu organisieren oder eine Erntekrone zu binden, stets waren genügend Helfer dabei. Das überzeugte auch den Stadtrat und er beschloss 1992 den Bau des Dorfgemeinschaftshauses (DGH), das 1994 fertiggestellt wurde. Nun war der Dorfverein in der Pflicht. Ein Beitrag von DM 5 /pro Pers. monatlich wurde festgesetzt und ein Nutzungsvertrag mit der Stadt geschlossen. Danach hatte der Dorfverein u.a. den Hauswart zu stellen und die Außenanlagen zu pflegen .

 

Der Verein heute

Im Laufe der Jahre sind viele ältere Bürger von uns gegangen. Gerade die "Alten" haben den Verein immer unterstützt. Viele Familien und junge Leute zogen fort. Auch gab es Austritte aus verschiedenen Gründen. Neu zugezogene Bürger sind daher jederzeit herzlich willkommen. Glücklicherweise ist das Interesse der Jungend wieder größer geworden und die Mitgliederzahl ist zur Zeit (15.3.2017) auf 80 gestiegen. 2001 wurde der Vorstand auf 3 Personen verkleinert. Rudolf Timm wurde 1. Vorsitzender, gleichzeitig ist er seit 1997 auch Kassenwart. Der Beitrag beträgt unverändert 2,50 € je Person/monatlich. Der "Etat" ist ausgeglichen und es besteht keine finanzielle Not .
Glücklicherweise gibt es auch gelegentliche Spenden, für die wir sehr dankbar sind.
Dorfverein Renzel e.V.            VR-Bank Pinneberg                         
Dorfstr. 1                                   IBAN : DE 94 2219 1405 0057 1849 00        
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Die "Tüddelbüddels" und Verschiedenes

 1994 trat Hinrich Seimer vom Vorsitz des Vereins zurück und Ulf Wilke wurde sein Nachfolger, der wiederum 4 Jahre später von Andreas Broszeit abgelöst wurde. In dieser Zeit bildete sich die Theatergruppe "Tüddelbüddels", die mit großem Erfolg plattdeutsche Stücke im DGH und auch außerhalb Renzels aufführte. Sie wurden dabei von Gastspielern unterstützt. Dem großen handwerklichen Geschick von Achim Stipling und Kalli Asbahr ist es zu verdanken, dass in dem eigentlich zu kleinen Raum immer wieder ein beachtliches Bühnenbild entsteht.


Das Wandgemälde
1996 erstellte Margret Stipling im Auftrag der Stadtverwaltung ein Wandgemälde "Herbst im Himmelmoor", das 2005, wiederum auf Wunsch der Stadtverwaltung, im Zuge eines neuen Innenanstrichs übermalt werden sollte. Eine von Mario Schmidt durchgeführte Unterschriftenaktion und die Unterstützung durch den ersten Stadtrat, Herrn Hensel, verhinderten dieses.